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Christian Kleemann

Allgemein

Populismus

Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.

(Stanislaw Jerzy Lec)

  • NA = „Notausgang“
  • LSK = Luftschutzkeller
  • LSR = Luftschutzraum

 

Usability, Velo, Werte schaffen

Stadtschlampe („Alltags-Fahrrad“) gebaut.

Ich habe eine Herausforderung: jeden Tag 20 km Fahrrad fahren. Nein, das ist nicht die Herausforderung. Das ist keine Herausforderung. Die Herausforderung ist die Klärung der Frage „Welches Fahrrad ist das richtige Fahrrad hierfür?“

So viel steht fest: es muss haben …

  • Schutzblech
  • Klingel
  • Gangschaltung
  • Cambium-Sattel
  • Gepäckträger

Und: es sollte ein Rad sein, das ich auch mal im Regen stehen lassen kann. Bei Sichtung des Bestandes stellte ich fest, dass der Fuhrpark kein Rad bietet, welches all diese Eigenschaften in sich vereint. Was ist also die Lösung? Richtig! Ein neues Fahrrad muss her!

Ich baue eine Stadtschlampe!

Wobei – das übliche Problem droht: ich stecke so viel Liebe in das Fahrrad, dass ich es doch nicht alleine stehen lassen kann.

Aber fangen wir vorne an: nachdem sich meien Frau über Knieschmerzen beschwert, seit sie das von mir für sie gebaute Rad fährt, hatte ich schonmal einen Teilespender: dann muss das Rad eben wieder zerlegt werden. Gesagt, getan. Es handelt sich um das liebevoll zusammengeschraubte BIRIA – Du erinnerst Dich? Es fehlte also nur noch ein Rahmen und ein paar Kleinteile. Ach ja – kosten sollte es auch nicht unbedingt viel, weil ich im Moment etwas knapp bei Kasse bin.

Ich habe also das BIRIA zur Freude miener Frau rauf in die Wohnung geschleppt und erstmal vollständig zerlegt. Alle Teile auf Brauchbarkeit geprüft und gereinigt, gefettet, usw. Ich konnte erstaunlich viel verwenden!

Einkaufsliste

  • Herrenrahmen, ohne Branding in 58 cm Rahmenhöhe (ebay Kleinanzeigen)
  • Bremszughüllen (ebay)
  • Schaltzuhüllen (ebay)
  • Bremsklötze (ebay)
  • Bremszüge (ebay)
  • Schaltzüge (ebay)
  • Tretlager, 4-kant (Stadler)
  • Fahrradkette (Stadler)
  • Sattelstützenhülse (ebay)
  • 2x Cantilever-Triangel (Studio Brisant)
  • Lenker (ebay)
  • Vorbau (Bestand)
  • Griffe (ebay)
  • Schalt- Bremshebelkombination 3×7 (ebay)
  • Pedale (Amazon), die sieht man noch nicht auf den Bildern
  • Bremszuggegenhalter (Studio Brisant)

In Summe hat mich das komplette Fahrrad am Ende € 360,– gekostet. Ich bin sehr zufrieden mit dem Budget.

Fazit

Jetzt habe ich doch wieder so viel Energie und Liebe in den Bau des Rades gesteckt, dass es wohl doch keine Stadtschlampe geworden ist. Muss ich eben noch eines bauen …

Ein paar Bilder

Stadtschlampe 6 Stadtschlampe 5 Stadtschlampe 4 Stadtschlampe 3 Stadtschlampe 2 Stadtschlampe 1

Fürth, Köln, Radtour, Randonneur, Reise

Fürth – Köln: Tag 3 (MZ – KO)

Der dritte Tag war der schönste Tag der Radtour: es war trocken, eiskalte, die Luft war klar. Kaum ein Mensch war auf meinem Weg zu finden. Zwei Damen beim Joggen, eine Frau auf ihrem Crosser. Drei Männer, die einen Wels mit einem Meter Länge aus dem Rhein zogen. Sonst absolute Stille. Nur das Wasser, das Laub und die Vögel. Gut – das klingt jetzt recht romantisch. Ich habe die Eisenbahn und LKW-Geräusche in meiner Rhein-Romantik kurzerhand ausgeblendet. Man möge es mir nachsehen. Aber ich fand dieses Teilstück (MZ – KO) eigentlich am schönsten.

Geschichte am Rhein

Neben der gefühlt einhundertausend Burgen entlang des Stroms konnte man auch einige Reste der jüngeren Geschichte entdecken. Z.B. die Reste der Hindenburgbrücke bei Bingen. Ein bedrohlich schwarzer Steinklumpen steht am Wasser seit nunmehr über 100 Jahren. Es ist der westliche Brückenturm der damals zweitgrößte deutsche Eisenbahnbrücke über den Rhein.

Die „Feindlichen Brüder“

Auch an ihren zwei Burgen bei Kamp-Bornhofen bin ich vorbei gekommen. Ihre Geschichte habe ich erst im Nachgang von einer guten Freundin in Köln erfahren. Nachzulesen ist sie natürlich bei Wikipedia: Die Geschichte der „Feindlichen Brüder“.

Pause am Felsen

Gegen Mittag schien dann endgültig die Sonne! Je näher ich nach Köln kam, desto schöner wurde das Wetter. Und da ich genau zu diesem Zeitpunkt am Loreley-Felsen ankam, habe ich mir dort eine ausgedehnte Pause bei einem Kännchen Kaffee und einem großen Stück Donauwelle gegönnt. Herrlisch!

Reste der Hindenburgbrücke Mainzer Straße in Bingen am RheinHafenstraße in Bingen am Rhein

Köln, Reise

Köln: ein paar Bilder …

Heute möchte ich ein paar Bilder aus Köln posten. So zum Jahresende. Die Stadt im Winter. Am Jahresende merke ich immer am meisten, wie sehr mir die Stadt fehlt. Nein, auch im Frühling. Von Sommer und Herbst möchte ich garnicht anfangen – da ist Köln besonders schön! Wenn Du noch mehr Bilder von Köln sehen willst, empfehle ich Dir dieses Portal: http://www.bilderbuch-koeln.de/. Ich fand das am Anfang total super. Die Bilder sind immernoch herrlich anzusehen. Viel Freude daran!

Allgemein, Alltagsbericht

Apple Mail Suche funktioniert nicht richtig

Du findest nicht mehr alle Mails oder Dein Apple Mail verhält sich seltsam? Dann ist dieser Tipp genau der richtigte Lösungsversuch!

Seit nunmehr ein paar Jahren nutze ich Apple Mail und versuche es immer wieder mit Altrenativen. Das Programm ist einfach nicht wirklich zuverlässig, stabil und komfortabel. Aufgrund der Tatsache, dass in meinem Haushalt aber nunmal alles auf Apple-Hardware läuft (so hatte sich das Steve damals bestimmt vorgestellt) ist ein Wechsel von Programmen wie Mail zu Thunderbird o.ä. mit einem Aufwand verbunden, den ich nicht machen möchte. Ist halt doch alles recht integriert (z.B. Kalender, Notizen, etc.). Aber: ich will garnicht über das selbst gewählte Schicksal klagen!

So funktioniert Apple Mail wieder richtig

  1. Wie immer: Backup machen, falls etwas schief geht!
  2. Apple Mail schließen
  3. Über den Finder-Menüpunkt „Gehe zu“ auf „Gehe zu Ordner“ klicken und diesen Pfad einkopieren:
     ~/Library/Mail/V4/MailData
  4. In dem nun geöffneten Verzeichnis folgende Dateien löschen:
    1. Envelope Index
    2. Envelope Index-shm
    3. Envelope Index-wal
  5. Apple Mail neu Starten. Jetzt synchronisiert u.a. er alle Mailkonten. Es mag den Anschein haben, er richtet Mail neu ein – keine Panik, es geht nichts verloren!

Hurra! Alles da!

Jetzt wirst Du ziemlich schnell feststellen, dass Du wahrscheinlich ein paar mehr E-Mails als daovr hast. Bei mir waren es rund 2.000 Nachrichten in Summe mehr, die ich jetzt wieder verwalten und durchsuchen kann.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Aussortieren und wegwerfen!

Bildquelle Beitragsbild: Apple Mail Logo

Allgemein, Köln, Radtour

Fürth – Köln: Tag 2 (MIL – MZ)

Am zweiten Tag meiner Reise habe ich beschlossen, die mit der Bahn zu kürzen. Warum? Ich wollte unbedingt bei Tageslicht an der Mündung Main in den Rhein ankommen. Der Wirt meiner Übernachtungsstätte erklärte mir auch, dass der Radweg um diese Jahreszeit sehr schlecht sei. Ich wäre den Weg ja gerne vollständig gefahren, aber der Tag war einfach zu kurz dafür. Muss ich im Sommer eben nochmal machen.

Junger Begleiter

Auf meiner Tour begegnete mir dann irgendwann ein 13-jähriger Junge auf einem Rennrad aus den 1980er Jahren. Eine Zeit lang bin ich mit ihm zusammen gefahren. Er erklärte mir, dass er eine Radtour von Frankfurt am Main nach Mainz macht. Das hat mich irgendwie an früher erinnert und echt gefreut. Er war übrigens der einzige Radfahrer, der mir an dieser Strecke begenet ist. Unterwegs habe ich dann dieses Gebäude gefunden:

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img_3252Dieser große Klotz war beeindruckend. Da sind bestimmt mal ganz viele Menschen jeden Tag rein und raus gegangen und haben dort ihr Geld verdient. An diesem Tag liefen nur ein paar Leute mit gelben Helmen herum und haben wahrscheinlich geguckt, wann das Gebäude einstürzen wird.

Als ich dann ein paar Kilometer weiter fuhr kam ich an einen großen Aussichtsturm aus Metall. Für mich eine Überwindung aufgrund meiner Höhenangst. Aber: ich bin raufgeklettert und habe mir die Welt von oben angesehen. Sehr beeindruckend!

Und dann schließlich das Tagesziel: der Rhein! Ich konnte mir die Mündung vom Main in den Rhein ansehen und war von diesem Genuss äußerst beglückt!

Fürth, Köln, Radtour, Randonneur, Reise

Fürth – Köln: Tag 1 (WÜ – MIL)

An meinem ersten Tag der Reise habe ich mich kurzerhand entschlossen, doch nicht von Fürth aus loszufahren. Es regnete ohne Ende. Die Gefahr, ab 16.00 Uhr durch die dunkle Landschaft zu radeln war mir zu groß. Ich wollte mein Tagesziel Miltenberg zu einer Zeit erreichen, zu der ich noch auf eine warme Küche treffe. So bin ich also mit dem Regionalzug von Fürth nach Würzburg Hbf gefahren, um von dort aus meine Tour zu starten. Wie im letzten Jahr habe ich wieder auf meine Regenausrüstung gebaut und bin mit dieser durch das – auf meiner Strecke – unattraktive Würzburg geradelt, bis ich es endlich geschafft habe: der Main.

Radfahren am Main

Gut, das Radfahren am Main ist jetzt keine anspruchsvolle Geschichte. Es war jedoch durchaus reizvoll, die Strecke, die ich mit meiner Familie im Frühsommer abgefahren bin, im späten Herbst nochmals zu fahren – und zwar völlig alleine! Nein falsch – eine Frau und ihr Hund traf ich unterwegs.

Streckenverlauf

Eigentlich bin ich nur am Main entlang gefahren: Würzburg – Karlstadt – Gemünden – Lohr – Marktheidenfeld – Wertheim – Freudenberg – Miltenberg. Am Ende hat mein Tacho 135 km Tagesstrecke gemeldet. Fahrtzeit rund sechs Stunden, davon vier Stunden Dauerregen. Das Hotel hatte glücklicherweise zwei Heizkörper, sodass meine Kleidung recht gut trocknen konnte, bis ich am zweiten Tag weiterzog.

Korrektur: eigentlich müsste die Tour ja jetzt WÜ-K heißen, nicht mehr FÜ-K. Aber man möge es mir nachsehen …

Hauptbahnhof FürthBahnhof KitzingenFahrrad in der Regionalbahn

Radtour

Fürth – Köln: Packliste

packlisteHabe ich schonmal erwähnt, dass ich mich freue? Ich glaube schon, oder? Heute habe ich meine Packliste überprüft und bin nun zu 99% startklar. Es fehlen mir nur noch die Merinosocken (falls die Wettervorhersage stimmt). Ich habe nur die hinteren Packtaschen mit. Würde ich nicht noch ein paar Tage in Köln bleiben, hätte sogar eine kleine Tasche gereicht. Der liebe Gott hat die Funktionswäsche erfunden. Ist schon krass, wie wenig Material man nur noch mit sich rumschleppen muss! Das größte Gewicht haben die Fahrradsachlösser. Heute habe ich noch mit Freunden telefoniert, mit denen ich am zweiten Tag in Köln Essen gehen werde. Da freue ich mich auch schon drauf! Das wird ein Kölsche Gelage, das weiß ich heute schon…