Das neue MacBook Pro.

Da ist es also, das neue MacBook Pro. Jetzt muss es nur noch einen Anwendungsfall finden. Also ich meine eigentlich einen Nutzenaspekt. In meinem Umfeld kenne ich exakt eine Person, die ihr MacBook Pro ohne externen Monitor im Regelfall nutzt. Alle anderen haben ihr Pro entweder neben einem Monitor stehen, oder gar dahinter. Nun – für die ist die Touch Bar wohl nicht gebaut. Die können sich also schonmal € 300 sparen. Die brauchen sie auch. Für das Set an Adaptern. Im Regelfall haben sie nämlich einen Monitor mit Thunderbolt-Anschluss. Dafür benötigen Sie also einen „Thunderbolt 3 (USB‑C) auf Thunderbolt 2 Adapter“, der kostet € 59. Dann können sie ihren Monitor schonmal wieder nutzen. Wenn sie ihr iPhone am Rrechner aufladen wollen bzw. Daten übertragen wollen, benötigen sie lediglich den „USB-C auf Lightning Kabel (1 m) Adapter“. Der kostet € 29. Und: bevor ich den USB-Hub wieder anschließne kann, muss ich mir lediglich einen „USB-C-auf-USB-Adapter“ für € 25 kaufen. Wenn ich jetzt natürlich noch den Kartenslot wiederherstellen möchte, kann ich mir ja den „SanDisk Extreme Pro SD UHS‑II Card USB‑C Reader“ für € 54,95 zulegen. Dann habe ich nur noch den Bedarf für ein nettes Täschchen, in dem ich meinen Kabelsalat aufheben kann. Dafür habe ich jetzt noch ein Budget von € 132,05 zur Verfügung.

Adapter-Shop

  • Thunderbolt 3 (USB‑C) auf Thunderbolt 2 Adapter € 59
  • USB-C auf Lightning Kabel (1 m) Adapter € 29
  • USB-C-auf-USB-Adapter € 25
  • SanDisk Extreme Pro SD UHS‑II Card USB‑C Reader € 54,95

Verstehen kann ich es nicht. Wo ist der Anwendungsfall für dieses Gerät? Ja – es sieht schön aus. Wertig. Absolut. Wollte ich mein Bestandsgerät MacBook Pro von 2015 (13″, 2,9 GHz, i5, 16 GB, 512 GB) mit den gleichen Leistungswerten und erneut kaufen, schlägt der Kaufpreis mit € 2.439 zu Buche. Dann noch das Adapterset oben drauf (+ € 167,95) und wir liegen bei € 2.606,95. Wahnsinn. Ich lege also auf meinem Kaufpreis von € 2.219 ganze € 387,95 drauf, um mit identischer Peripherie weiterarbeiten zu können. Ach ja – und dann habe ich die Variante mit Touch Bar gekauft. Anders geht es nicht.

Ich denke, es wird weiterhin genug Fans geben, die sich ein MacBook Pro kaufen werden. Aber auch solche, die vielleicht keine andere Wahl haben. Ich finde es schade, dass die Innovationskraft des größten Konzerns der Welt in nur einer Person lag.

Beitragsbild: luise / pixelio.de

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