Fernsehen, Tagespolitik

Der große Schmerz von Til Schweiger

Liebe ARD,

als eingefleischter Tatort-Fan meide ich eigentlich die ARD wenn ich lese, dass Bruce Willis für Arme Til Schweiger wieder einmal sinnlos ballernd durch die schöne Hansestadt zieht.

Gestern dachte ich, gebe ich dem nuschelnde Keinohrhasen nochmal eine letzte Chance. Das hätte ich lieber lassen sollen.

Also: 20.15 Uhr ARD einschalten und Tatort gucken. Das phantasielose Bedienen russischer Oligarchen-Klischees hätte ich noch wegstecken können. Auch den dämlichen koksenden Senator und die langweilige Abwandlung von „Gazprom“ habe ich noch verziehen. Aber als Schweiger die Panzerfaust aus dem Schließfach holte, wanderte mein Blick sofort oben rechts ins Eck. Ich war mir sicher, da steht jetzt das „RTL II“-Logo.

Einzig Yalcin Gümer (Fahri Yardim) war erneut der Lichtblick dieser One-Man-Show. Aber nur seine Sprüche. Die Hacker-Seele kauft man ihm auch nicht ab. Die einsilbige Fischer hat den Abendverlauf nicht wirklich gestört.

„Der große Schmerz“. Ja. Mit dem startete mein Tatort-Jahr. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Da leihe ich mir dann „Paddington Bär“ auf DVD, um an diesem Abend der Realität etwas näher zu sein.

Gut fand ich, dass Helene Fischer am Ende nicht mit Schweiger im Duett gesungen hat. Danke dafür.

Dein Tatort-Fan Christian

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1 Comment

  • Reply Klaus 13. Januar 2016 at 17:46

    Hätte Helene Fischer doch lieber gesungen…!

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