Draußen kochen (4)

Am Rhein-Main-Donau-Kanal gegessen.

Gestern sind wir mit dem Fahrrad vom Fürth nach Bamberg gefahren, um uns im Bootshaus Restaurant im Hain vom Sommer zu verabschieden. Das sind rund 60 km, also eine gemütliche Samstagstour. In Bamberg sind wir nach einem kräftigen Bier mit einem großen Stück Apfelkuchen (gekrönt von einem kleinen Klecks Sahne, der € 0,50 extra gekostet hat) in die S-Bahn zurück nach Fürth gestiegen. Dort haben wir uns mit einem – wir meinen etwas verrückten – Professor unterhalten, der sein breites Wissen über Baiersdorf, Meerrettich, der Henkestraße 40 in Erlangen und diversen familiären Anekdoten preisgab. Ich komme vom Thema ab. „Draußen kochen“ – was gab es?

Was gab es zu Essen?

  • 280g Rinderfilet aus fränkischer Zucht
  • Fenchel
  • Möhre
  • Zwiebeln
  • Ziegenkäse
  • Knoblauch
  • Paprika
  • Apfel
  • Weintrauben
  • Kresse
  • Datteln
  • Bacon-Speck
  • Nudeln
  • Tomaten
  • eingelegten Oliven
  • Pfeffer, Salz, Olivenöl

Ja, die Zutaten klingen immer irgendwie gleich, aber es schmeckt immer irgendwie anders und halt einfach gut!

Ein paar Bilder

Gesundschrumpfen.

Gesundschrumpfen. Ich habe von allem zu viel.

Wikipedia sagt „Downsizing (englisch Verkleinerung, Verringerung, Abbau, Gesundschrumpfung) bedeutet eine Verkleinerung technischer Größen (zum Beispiel Gewicht, Hubraum etc.) bei gleicher oder ähnlicher Leistungsfähigkeit. Hierdurch sinkt der Energieverbrauch. Am häufigsten wird der Begriff in den letzten Jahren im Zusammenhang mit Fahrzeugmotoren verwendet, daneben auch im Immobilienbereich.“ Mehr dazu hier.

Reduktion

Ich möchte mein Hab und Gut – zum zweiten Mal in meinem Leben – auf das Wesentliche reduzieren. Das war vor fünfzehn Jahren super und wird jetzt auch wieder super: alles, was ich nicht brauche, wird bei ebay Kleinanzeigen angeboten. Teilweise verschenke ich auch Dinge im Bekannten- und Freundeskreis.

Warum?

Ich habe so viele Schränke, Kisten und Regale, in denen Sachen sind, die ich seit Jahren nicht angefasst habe. Dinge, die ich nie vermissen würde. Weil ich teilweise nicht mal mehr weiß, dass ich sie habe. Verstehst Du, was ich meine? Nein?

Ein Beispiel

In meiner Schublade sind 22 USB-Sticks. Wieviele habe ich in den letzten drei Jahren genutzt? Einen. Um mein System neu aufzusetzen. Der Rest via ownCloud, Dropbox, WeTransfer, AirDrop oder Mail. Also habe ich heute im Klassen-Chat meines Kindes gefragt, wer einen USB-Stick braucht. 60 Minuten später alle weg. Großartig!

Es geht auch radikaler!

Ich stopfe Kisten mit Zeug voll und klebe ein PostIt mit dem aktuellen Tagesdatum darauf. Immer, wenn ich wieder in die Kiste greife (weil ich etwas brauche und darin vermute), aktualisiere ich das Datum. Liegt das Datum ein Jahr zurück, werfe ich die Kiste ungeprüft weg. Gut, darum gibt es wahrscheinlich keine Kinderbilder mehr von mir, aber das ist ein anderes Thema …

Bikepacking – Schlafzimmer, Küche, Bad.

Beim Bikepacking.

Bikepacking – habe ich alles? Habe ich auch wirklich alles? Oder habe ich wieder etwas vergessen? Ja! Ich habe vergessen, wo ich die Packliste hingeräumt habe! Unterwegs fällt es mir dann wieder ein, was ich vergessen habe. Nur da ist es halt dann doof.

Bilder.

Diesmal habe ich Bilder gemacht. Die prägen sich leichter ein. Ich möchte Dir also mit diesem Post meine Packliste vorstellen (und zugleich eine Quelle schaffen, wo ich sie wieder finden kann):

Das Schlafzimmer.

Bikepacking - das Schlafzimmer

Das Schlafzimmer besteht aus

  • einem leichten Zeltboden (hier im grauen Säckchen)
  • einem Säckchen Zelthaken aus Titan
  • dem Säckchen mit dem Zeltgestänge (ganz rechts im Bild)
  • einer superleichten Luftmatratze (gelbes Säckchen)
  • einem Schlafsack bis minus 5 Grad, 700g leicht
  • einer Dackelgarage (Zelt, auch rund 1 Kg.)

Die Werkstatt.

Bikepacking - die Werkstatt

Ich weiß: Da fehlt die Hälfte! Wo sind die Ersatzspeichen? Usw. usw. Es tut mir leid, aber ich nehme nicht mehr mit. Ich habe mit dieser Ladung meine Grenze gezogen:

  • zwei Ersatzschläuchen
  • Flickzeug
  • einen 8er und einen 10er Schlüssel
  • Kombizange
  • Klebeband
  • Schaltzug
  • Reifenhebel
  • eine Hand voll Kabelbinder und
  • eine Hand voll Schrumpfschläuche
  • Kettensprenger mit Kettenstiften
  • den Brooks Schlüssel für meinen Sattel
  • ein Set Inbus-Schlüssel

Die Küche.

Bikepacking - die Küche

Die Küche ist mir am wichtigsten. Da ich gerne koche und draußen noch gerner koche, habe ich (außer den Zutaten, die natürlich nicht im Bild sind) immer meine Satteltasche mit dem Standard-Equipment zur Hand:

  • die Trangia Flasche mit dem Brennspiritus
  • mein Trangia 25-Set (ohne Wasserkocher, den habe ich weggeworfen)
  • das Trangia Schneidbrett (das ist eine Frechheit, dass man das separat kaufen muss, ebenso wie den…
  • Trangia Sack.
  • natürlich ein Schweizer Messer
  • eine Titantasse
  • Titan-Besteck
  • Pfeffer, Salz, Olivenöl
  • ein Stabfeuerzeug (ist das beste Feuerzeug, um den Trangia anzuwerfen)
  • abgesägter Holzlöffel (damit er in den Trangia passt)

 Das Badezimmer.


Das Badezimmer besteht aus dem Nötigsten:

  • ein Wäschesack für die Schmutzwäsche
  • mein Deodorant
  • Fettcreme
  • Duschmittel
  • Haar-Shampoo
  • Desinfektionsgel
  • Zahnbürste und –creme
  • Wattestäbchen
  • ein Handtuch
  • Nassrasierer (nicht auf dem Bild)
  • NIVEA Aftershave (nicht auf dem Bild)

Was zwischenzeitlich hinzugekommen ist:

  • eine kleine Dose Pomade 😉
  • eine Schlafbrille aus dem Flugzeug, da da Zelt im Sommer doch schon recht früh hell ist.

Der Abwasch …


…muss halt leider auch sein. Was ausreicht:

  • Küchenschwamm
  • Geschirrtuch
  • Spülmittel
  • Stahlwolle für den hartnäckigen Schmutz

Erste Hilfe unterwegs


Das ist eigentlich ganz schnell erledigt: der kleine Verbandskasten (Datum regelmäßig prüfen!), Sonnencreme und Mückenschutz.

Draußen kochen (3)

Am Bibertalradweg gegessen

Diesmal haben wir einen der ersten warmen Tage dieses Jahres genutzt und uns auf den Weg gemacht. Entlang der Bibert (Bibertalradweg) sind wir von Fürth Richtung Ammerndorf gefahren. Primär stand die Findung eines geeigneten Kochplatzes im Fokus, nicht die eigentliche Radtour. Nach rund 20 km haben wir dann kurz vor Ammerndorf einen geeigneten Platz gefunden. Es war etwas windig, aber dank Funktionskleidung und robustem Equipment kein Problem!

Was gab es zu Essen?

  • Angus Filet (in Butterschmalz medium gebraten)
  • Salat mit Äpfeln, Trauben (rot/grün), Kresse, Rettichkresse (rot/grün), Ziegenkäse, Parmesan, frischer Pfeffer, Orangenstücke
  • Gemüsemix, bestehend aus Kartoffeln, Fenchel, Paprika, Knoblauch, Zwiebeln, Pinienkerne, Walnüssen, Möhren, Olivenöl, frischen Pfeffer und Meersalz
  • Schokoladen-Cookie von Nachbar Ben und Kaffee aus der Bialetti von Nachbarin Christina

Ein paar Bilder

Leckeres Rindfleisch

Draußen kochen (2)

Bei Rainer Dornburg habe ich es gesehen, seither mach ich es immer öfter: draußen kochen. Großartig! Und man kann nahezu alles draußen kochen. Zugegeben, ich habe bisher meist das Gleiche gekocht, aber das schmeckt uns halt recht.

Aber zurück zum Anfang: Rainer kocht auf seinen Rad- und Wander-Touren regelmäßig sein Essen selbst. Und da dachte ich mir irgendwann: gute Idee – probierste auchmal. Da ich die Ausrüstung bereits nahezu vollständig hatte, habe ich irgendwann begonnen, meine Sachen zu packen und einfach mal loszuziehen. Samt Frau natürlich 🙂

Fotobeweis

Nach einer kleinen Radtour auf der Suche nach einem geeigneten Platz in der Sonne haben wir eine schöne Bank gefunden. Und? Kriegt man Lust, oder?

Stadtschlampe („Alltags-Fahrrad“) gebaut.

Ich habe eine Herausforderung: jeden Tag 20 km Fahrrad fahren. Nein, das ist nicht die Herausforderung. Das ist keine Herausforderung. Die Herausforderung ist die Klärung der Frage „Welches Fahrrad ist das richtige Fahrrad hierfür?“

So viel steht fest: es muss haben …

  • Schutzblech
  • Klingel
  • Gangschaltung
  • Cambium-Sattel
  • Gepäckträger

Und: es sollte ein Rad sein, das ich auch mal im Regen stehen lassen kann. Bei Sichtung des Bestandes stellte ich fest, dass der Fuhrpark kein Rad bietet, welches all diese Eigenschaften in sich vereint. Was ist also die Lösung? Richtig! Ein neues Fahrrad muss her!

Ich baue eine Stadtschlampe!

Wobei – das übliche Problem droht: ich stecke so viel Liebe in das Fahrrad, dass ich es doch nicht alleine stehen lassen kann.

Aber fangen wir vorne an: nachdem sich meien Frau über Knieschmerzen beschwert, seit sie das von mir für sie gebaute Rad fährt, hatte ich schonmal einen Teilespender: dann muss das Rad eben wieder zerlegt werden. Gesagt, getan. Es handelt sich um das liebevoll zusammengeschraubte BIRIA – Du erinnerst Dich? Es fehlte also nur noch ein Rahmen und ein paar Kleinteile. Ach ja – kosten sollte es auch nicht unbedingt viel, weil ich im Moment etwas knapp bei Kasse bin.

Ich habe also das BIRIA zur Freude meiner Frau rauf in die Wohnung geschleppt und erstmal vollständig zerlegt. Alle Teile auf Brauchbarkeit geprüft und gereinigt, gefettet, usw. Ich konnte erstaunlich viel verwenden!

Einkaufsliste

In Summe hat mich das komplette Fahrrad am Ende € 660,– gekostet. Ich bin sehr zufrieden mit dem Budget.

Fazit

Jetzt habe ich doch wieder so viel Energie und Liebe in den Bau des Rades gesteckt, dass es wohl doch keine Stadtschlampe geworden ist. Muss ich eben noch eines bauen …

Ein paar Bilder

Stadtschlampe 6 Stadtschlampe 5 Stadtschlampe 4 Stadtschlampe 3 Stadtschlampe 2 Stadtschlampe 1

Fürth – Köln: Tag 3 (MZ – KO)

Der dritte Tag war der schönste Tag der Radtour: es war trocken, eiskalte, die Luft war klar. Kaum ein Mensch war auf meinem Weg zu finden. Zwei Damen beim Joggen, eine Frau auf ihrem Crosser. Drei Männer, die einen Wels mit einem Meter Länge aus dem Rhein zogen. Sonst absolute Stille. Nur das Wasser, das Laub und die Vögel. Gut – das klingt jetzt recht romantisch. Ich habe die Eisenbahn und LKW-Geräusche in meiner Rhein-Romantik kurzerhand ausgeblendet. Man möge es mir nachsehen. Aber ich fand dieses Teilstück (MZ – KO) eigentlich am schönsten.

Geschichte am Rhein

Neben der gefühlt einhundertausend Burgen entlang des Stroms konnte man auch einige Reste der jüngeren Geschichte entdecken. Z.B. die Reste der Hindenburgbrücke bei Bingen. Ein bedrohlich schwarzer Steinklumpen steht am Wasser seit nunmehr über 100 Jahren. Es ist der westliche Brückenturm der damals zweitgrößte deutsche Eisenbahnbrücke über den Rhein.

Die „Feindlichen Brüder“

Auch an ihren zwei Burgen bei Kamp-Bornhofen bin ich vorbei gekommen. Ihre Geschichte habe ich erst im Nachgang von einer guten Freundin in Köln erfahren. Nachzulesen ist sie natürlich bei Wikipedia: Die Geschichte der „Feindlichen Brüder“.

Pause am Felsen

Gegen Mittag schien dann endgültig die Sonne! Je näher ich nach Köln kam, desto schöner wurde das Wetter. Und da ich genau zu diesem Zeitpunkt am Loreley-Felsen ankam, habe ich mir dort eine ausgedehnte Pause bei einem Kännchen Kaffee und einem großen Stück Donauwelle gegönnt. Herrlisch!

Reste der Hindenburgbrücke Mainzer Straße in Bingen am RheinHafenstraße in Bingen am Rhein

Köln: ein paar Bilder …

Heute möchte ich ein paar Bilder aus Köln posten. So zum Jahresende. Die Stadt im Winter. Am Jahresende merke ich immer am meisten, wie sehr mir die Stadt fehlt. Nein, auch im Frühling. Von Sommer und Herbst möchte ich garnicht anfangen – da ist Köln besonders schön! Wenn Du noch mehr Bilder von Köln sehen willst, empfehle ich Dir dieses Portal: http://www.bilderbuch-koeln.de/. Ich fand das am Anfang total super. Die Bilder sind immernoch herrlich anzusehen. Viel Freude daran!